Die Veteranen der Hiob-Schule

Worum gehts?

Endlich! Die berüchtigte Chaosklasse ist auf dem Weg zum Schulabschluss. Bald kann die Hiob-Schule aufatmen. Oder doch nicht?

Bis zum Ende des Schuljahres sind Sascha, Rasmus und Co aber auf jeden Fall noch an der Schule und sorgen dafür, dass es nie langweilig wird.

Außerdem gibt es ja noch eine Menge ungelöster Rätsel – Was steckt zum Beispiel in dieser geheimnisvollen Kiste auf dem verbotenen Schuldachboden? Und was hat es mit dem kaputten Schlauchboot von Herrn Bruchsaal auf sich?

Schnell wird klar: Die Hiob-Schule wird ihre Chaoten nicht loswerden, ehe nicht alle Geheimnisse gelüftet sind.

Zwischen wilden Schlauchbootfahrten, nächtlichen Geheimtreffen und den gefürchteten Abschlussprüfungen beginnt ein lustiges und chaotisches Schulabenteuer – Frech, abgedreht, witzig!

ISBN Taschenbuch: 978-3-99152-947-7
ISBN E-Book: 978-3-99152-946-0

256 Seiten

Das große Reihenfinale!

Erschienen:
Februar 2024

Verlag:
Buchschmiede

Leseprobe:

Dann kam der Abend, an dem unsere Abschlussfeier stieg.
Wir kannten den uralten Ablauf nur zu gut. Wir hatten es schließlich seit Jahren immer wieder miterlebt.
Die meisten Schüler und Lehrer blieben nach der Schule da, um beim Aufbauen der Bühne und dem Dekorieren der Mehrzweckhalle hinter dem Schulhaus mitzuhelfen oder einfach um sich den doppelten Schulweg zu sparen. So herrschte an der Schule jetzt also ein geschäftiges Treiben.
Fleißige Väter schraubten an der Technikanlage, die sehr beunruhigende Geräusche von sich gab.
Fleißige Mütter dekorierten den Pausenhof und die Mehrzweckhalle.
Herr Stavning jagte Nola hinterher, die am Buffet, das gerade aufgebaut wurde, schon einmal nachsah, ob es etwas für sie zu futtern gab.
In der Garderobe spielten einige Mädchen aus der fünften und sechsten Klasse, auf dem Pausenhof jagten einige Grundschüler herum und rannten von Zeit zu Zeit fast ihre dekorierenden Mütter über den Haufen.
„Jetzt sollten wir vielleicht noch klären, wann wir mit unseren Beiträgen bereit sein sollen …“, meinte Andreas und rollte mit den Augen, „Aber
in dem Durcheinander scheint man uns Abschlüssler wohl vergessen zu haben…“
Herr Kaiser kam aus dem Schulhaus. Sein Blick sah gefährlich nach: „Nicht ansprechen – bin im Stress!“, aus.
„Herr Kaiser“, sprach ich ihn an, „hätten Sie noch einen Ablaufplan für uns? Ich hab ja immerhin ne’ Abschlussrede zu halten. Und gemeinsam als Zehntklässler haben wir auch was organisiert, also…“
Herr Kaiser seufzte auf: „Hat das echt noch keiner gemacht? Ich schreib dir den Ablauf schnell auf. Hast du ’nen Zettel?“
Ich reichte ihm ein Blockblatt.
Herr Kaiser kritzelte hastig den Ablauf auf das Blatt, drückte es mir in die Hand und verschwand schon wieder in der Menge der fleißigen Mütter und Väter.
„Gesang vom Mädchenchor und ein Musikstück vorgetragen von der Flötenklasse aus der Grundschule“, seufzte Andreas mit einem Blick auf das Programm.
„Aber auch ein geheimes Anspiel von Klasse 5/6“, wandte ich ein. „Das könnte doch lustig werden…“
Eigentlich wollte ich noch etwas hinzufügen, doch ich wurde unterbrochen. Mein kleiner Bruder Matti und sein Freund Samy aus der sechsten Klasse kamen über den Schulhof zu uns rübergerannt.
„Hey, Rasmus, Andreas“, rief Matti, „Hört mal her!“
„Was is’ denn?“, seufzte Andreas. Wir drehten uns zu den beiden um.
„Wir kommen im Auftrag der polnischen Mafia!“, meinte Matti eifrig.
„Und wir sollen euch ausrichten, dass das Operationskommando im Zeichen des Angelhakens hinter dem Schuppen am Schulgarten tagt!“, erklärte Samy mit gespieltem Ernst und schob Schulterzuckend hinterher: „Was immer das auch bedeuten mag…“
Andreas und ich sahen uns an. Polnische Mafia? Operationskommando Angelhaken? Oh nein…
Saschas mysteriöser Plan. Fast hatte ich ihn schon vergessen. Die vielen karierten Blätter, auf die er andauernd irgendetwas gekritzelt hatte. Seine ständige Geheimnistuerei.
„Sei bereit!“, hatte er gesagt. Na toll! In zwei Stunden begann unsere Abschlussfeier – zumindest laut Zeitplan – und jetzt wollte Sascha sein Geheimnis enthüllen, an dem er schon so lange feilte… Oh Mann, was würde das nur werden?
Zögernd standen wir auf und folgten den zwei Jungs.

Hinter dem Schuppen am Rand des kleinen Schulgartens standen bereits Sascha und Leander. Außerdem Jonas aus der achten Klasse, der, seit Sascha ihm vor einem Jahr sein gestohlenes Fahrrad zurückgebracht hatte, Sascha gehorchte wie ein Schoßhund und jederzeit zu seiner Verfügung stand. (Sascha hatte nicht viel darüber verlauten lassen, wie er das Fahrrad wiederbekommen hatte, allerdings schien es irgendwie mit seiner Großfamilie zu tun zu haben…)
Die Stimmung hinter der Hütte machte einen recht feierlichen Eindruck. Sascha stand stolz da und machte ein geheimnisvolles Gesicht. „Ich habe einen Plan!“, verkündete er und klang dabei fast wie Egon in den alten Olsenbande-Filmen. „Es gibt sehr viele Geheimnisse an dieser Schule, deren Lösung im Dunklen verborgen liegt!“
Andreas und ich blickten uns sorgenvoll an.
„Ich ahne Schlimmstes“, flüsterte Andreas.

Schreibmaschine

Notiz des Autors:

„Die Veteranen der Hiob-Schule“  ist das Buch der Reihe, das am wenigsten mit meiner Schule zu tun hat. Trotzdem haben ein paar schmerzhaft echte Erlebnisse ihre Spuren in der Story hinterlassen. Welche, verrate ich nicht. Wer dabei war, weiß bescheid.

2022 machte ich meinen Schulabschluss. Während der letzten Schulmonate, der Abschlussfahrt und beim Warten auf die Prüfungen entstanden immer wieder neue Notizen für das dritte und letzte Buch der Reihe.

Frag mich nicht, wie ich auf den Titel gekommen bin. Es war eine absurde Idee und mir ist heute noch schleierhaft, wie ich als überzeugter Pazifist auf „Veteranen“ kam. Das Feeling, aus dem der Titel entstand, kenn ich aber noch genau: Freiheit! Etwas Abschiedsschmerz (der mich selbst überrascht hat), das Gefühl, gemeinsam etwas durchstanden zu haben. Und die Hoffnung, endlich frei zu sein.

Über die Entstehung der Buchreihe und die Herkunft der Hiob-Schule habe ich hier noch etwas ausführlicher geschrieben.

Der dritte Band der "Hiob-Schule"! Humorvolle Schulgeschichten.
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